Nachdem am Samstag im Einzelwettbewerb die angestrebten Finalplatzierungen nur knapp verpasst wurden, krönte das SVB-Quartett mit Alexej Habinski, Jens Kientzle, Maurice Trautner und Felix Wagner den 2. Advent mit dem Gewinn der Bronzemedaille im Mannschaftswettbewerb bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Ulm.

Für den Einzelwettbewerb der besten 96 Juniorenfechter Deutschlands in der Münsterstadt Ulm am Samstag hatten sich Habinski, Kientzle, Trautner und Wagner über verschiedene Ranglistenturniere und die Landesmeisterschaften qualifiziert. Geschlossen überstanden die Vier die Vorrunde und erreichten die Direktausscheidungskämpfe der besten 64 Fechter. Hier kam für den jüngsten, Felix Wagner, nach Niederlagen gegen Kreilein, Leverkusen und Welsch, Bremen, das Aus. Er belegte Rang 53. Nur wenig später folgte ihm mit einem Sieg mehr auf Platz 33 Alexej Habinski.

Jens Kientzle und Maurice Trautner erreichten souverän den nächsten Lauf der besten 32 Fechter. Im 1. Durchgang siegte Kientzle deutlich über den Frankfurter Moritz Weitbrecht, auch Trautner konnte einen klaren Sieg über Richard Schmidt vom FC Tauberbischofsheim verbuchen, wurde dann aber im nächsten Gefecht vom Heidenheimer Danileijko in die Hoffnungsläufe geschickt. Nach einem weiteren Sieg gegen Wojtulewitsch vom OFC Bonn unterlag er dann gegen den späteren Dritten Tim Kuchalski vom TSV Bayer Leverkusen, was für Trautner das endgültige Aus und Platz 16 in der Endabrechnung bedeutete.

Jens Kientzle wurde vom späteren Deutschen Meister Nikolaus Bodoczi, FC Offenbach mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse (15:14) in die Hoffnungsläufe geschickt. Hier folgten dann deutliche Siege gegen den Leverkusener Schmitt, und den Heidenheimer Maunz, ehe er im Kampf um den Einzug ins Finale der besten 8 Fechter vom Tauberbischofsheimer Erwin Kerekes wieder knapp mit 15:14 gestoppt wurde. Kientzle belegte am Ende Platz 12.

Deutscher Meister wurde Nikolaus Bodoczi vom FC Offenbach vor Constantin Böhm vom Heidenheimer SB.

Cheftrainer Gavrila Spiridon: „Jens und Maurice haben eine wirklich gute Leistung gezeigt, am Ende hat Beiden das notwendige Quäntchen Glück leider gefehlt. Jens konnte sich mit seiner Leistung wieder unter den besten 12 auf der Deutschen Rangliste platzieren und kann demnächst weitere wichtige internationale Erfahrung auf Weltcups sammeln. Ich denke für die morgigen Mannschaftskämpfe brauche ich die Jungs nicht extra motivieren. Sie haben heute gesehen wie nahe sie an der Spitze dran sind und sie wollen eine Medaille mit nach Hause nehmen.“

Mit Alexej Habinski, Jens Kientzle, Maurice Trautner und Felix Wagner setzte Cheftrainer Spiridon auch in der Mannschaft auf das Quartett, das sich bereits im Einzelwettbewerb bewährt hatte. Nach deutlichen Siegen gegen den Heidelberger FC, den SV Waldkirch und Berlin folgte der ungefährdete Einzug ins Achtelfinale. Hier traf die SVB erneut und auf den Heidelberger FC, der mit 45:27 erneut chancenlos war.

Im Viertelfinale wartete dann mit dem TSV Bayer 04 Leverkusen ein weitaus stärkerer Gegner. Nach der Hälfte der Gefechte hatten die Böblinger eine deutliche 20:11 Führung heraus gefochten. Dieser Vorsprung schrumpfte in den folgenden Gefechten, aber nach einem taktisch geführten Kampf und einem 42:40 Sieg konnte der Einzug ins Halbfinale gefeiert werden.

Hier erwartete die SVB kein geringerer als die Mannschaft des Olympiastützpunkts Tauberbischofsheim. Nach ihrem schwachen Abschneiden im Einzelwettbewerb gingen die „Tauberaner“ äußerst motiviert in dieses Halbfinale. Die SVB und der FC TBB boten ein Halbfinale, das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war.

Bis zum vorletzten Gefecht hatte sich der FC TBB eine deutliche 35 zu 27 Führung herausgearbeitet. Doch dann folgte Maurice Trautner, der mit einem  8:2 gegen Erwin Kerekes den Abstand vor dem letzten Gefecht auf 2 Treffer verkürzte. Im letzten Kampf wollte Jens Kientzle seinem Mannschaftskameraden in nichts nachstehen und focht zwischenzeitlich sogar eine kleine Führung für die Böblinger heraus ehe der Routinier Rudolf Haller in der letzten Sekunde den Siegtreffer zum 45:44 für den FC Tauberbischofsheim setzte.

Cheftrainer Gavrila Spridon hatte nach dieser äußerst knappen Niederlage Mühe, seine Mannschaft für den Kampf um Bronze erneut zu motivieren. Dass im dies aber hervorragend gelang, zeigte der deutliche 45:32-Sieg gegen die Startgemeinschaft Offenbach/Frankfurt um den Deutschen Meister Nikolaus Bodoczi, die im Halbfinale noch ganz knapp am Team des Heidenheimer SB  gescheitert war.

Die Böblinger Musketiere erfochten damit die Bronzemedaille.

Es siegte der FC Tauberbischofsheim vor dem Heidenheimer SB, wodurch die ersten drei Plätze von Baden-Württembergischen Mannschaften belegt wurden,

„ Es ist schon schade, wenn man so knapp an der Sensation scheitert. Aber die Mannschaft bleibt noch eine weitere Saison bei den U20 startberechtigt und kann nächstes Jahr noch etwas draufpacken. Der 3. Platz hinter Tauberbischofsheim und Heidenheim ist eine tolle Leistung zumal die Mannschaft komplett aus SVB Fechtern besteht und nicht durch Startgemeinschaften verstärkt wurde.“ So SVB-Abteilungsleiter Stefan Greiner, der seinerzeit mit der SVB Juniorenmannschaft auch einen Deutscher Meistertitel nach Böblingen holen konnte.

Heidrun Bubeck

Bild v.l.: Trainer Gavrila Spiridon, Jens Kientzle, Alexej Habinski, Maurice Trautner, Felix Wagner