SVB Degenass Lukas Root hat es geschafft  – bei seiner EM Premiere im kroatischen Porec belegte der sympathische Teenager im Einzel Rang 43, mit der Mannschaft langte es am Ende zum neunten Platz.

Ohne Trainer Gavrila Spiridon angereist schaffte der Rechtshänder problemlos den Sprung unter die besten 64 des Turniers. Doch dann zeigte er überraschend Nerven. Gegen seinen israelischen Gegner rannte Root von Beginn an einem großen Rückstand hinterher. Die Aufholjagd begann zu spät, Root kam noch zwar auf einen Treffer heran, unterlag aber dann und wurde 43.

In den Deutschen Nationalfarben ging es dann mit der Mannschaft weiter: Lukas Bellmann (Leverkusen), Robert Styn (Leverkusen), David Plajer (Essen) und Lukas Root mussten allerdings bereits ihr Achtelfinalgefecht abgeben. Gegen Schweden ging es mit 42:45 knapp aus, „da waren die drei folgenden Siege zwar schön, aber drei Siege im Hauptlauf hätten eben eine Medaille bedeutet“ erläutert der SVB Trainer die Situation. 45:30 gegen Tschechien, 45:39 gegen Norwegen und 45:36 gegen Russland ergab im Endklassement Rang Neun, Überraschungs-Europameister wurde Israel, die im Finale gegen die Ukraine mit 45:36 gewannen.

„Unsere Teams haben leider nicht ganz vorne mitgefochten. Alle haben aber ansatzweise ihre Leistungsfähigkeit gezeigt. Wären unsere Fechter ein wenig erfahrener und ausgefuchster, könnten alle unter den Top Five mitfechten“, so das zusammenfassende Resümee von Delegationsleiter Walter Steegmüller.

„Ich hab trotzdem eine Menge gelernt“, sagt Lukas Root. Und wenn es zur WM Nominierung reicht, nehme ich das auf jeden Fall als positive Erfahrung und Vorbereitung mit.“

Steffi Schmid