Beim letzten Degenturnier der „Challenge Serie“ des Württembergischen Fechterbundes lieferte Martin Wenzelburger einen starken Auftritt ab. In Reutlingen belegte der SVB Fechter beim „2. Sturmbock Cup“ Rang Drei – seine Clubkameraden komplettierten die gute Leistung.

Jens Becker, Martin Wenzelburger, Sven-Robert Raisch, Roberto Capriuolo und Rollifechter Tim Widmaier überstanden die Setzrunde problemlos. In der Direktausscheidung kämpfte sich Sven-Robert Raisch mit Siegen über Noel (TSG Reutlingen,15:7) und Schmid (TSV Pliezhausen, 15:7) bis auf Rang 15 vor. Jens Becker besiegte Reinhardt, TG Biberach mit 15:9 und ließ den Reutlinger Pfander mit 15:9 ebenso klar über die Klinge springen. Erst im Kampf um den Finaleinzug wurde er auf Rang Zehn ausgebremst.

Einen Spitzentag erwischte Roberto Capriuolo. Er steigerte sich von Gefecht zu Gefecht und erreichte so das Finale der besten Acht. Teambetreuerin Heidrun Bubeck beobachtete das Gefecht gegen den Esslinger Mitschang. „Das war das bisher beste Gefecht das ich je von Roberto gesehen habe. Konzentriert, einfach ein gutes Gefecht.“ Leider traf der Böblinger im anschließenden Viertelfinale auf seinen Trainingsfreund Martin Wenzelburger.

Der war an Nummer Drei gesetzt souverän ins Finale gestürmt, wo er Capriuolo ausschaltete und auf Rang Sieben verwies. Das Halbfinale verlor Wenzelburger gegen den späteren Sieger Bastian Lindenmann von der TSG Reutlingen. „Martin hatte ja eine längere Verletzungspause“, berichtet Bubeck. „Er ist im Winter beim Eisklettern abgerutscht und hatte sich seine Wade schwer verletzt. Jetzt mit Bronze zurückzukommen ist stark.“

Rollifechter Tim Widmaier lieferte gegen die körperlich überlegenen Gegner gute Zweikämpfe und wurde in der Endabrechnung 29.

Bei den Damen fochten Viola Munzert und Leah Wieszt um die Medaillen. „Beide Mädels sind ja noch U16 startberechtigt, daher war dieses Aktiventurnier ein starkes Training quasi vor der Haustür sein“, so Bubeck.

Beide erreichten ungefährdet das Achtelfinale. Wieszt siegte mit 15:12 gegen Beate Hummel TSG Reutlingen und verlor danach zweimal in Folge. Rang Elf und ein Achtungserfolg für die junge Degenfechterin. Einen Platz besser schnitt Viola Munzert ab. Sie wurde Zehnte. Der Tagessieg ging an die Lokalmatadorin  Lisa-Sophie Lang.

Steffi Schmid

Bild: hintere Reihe v.l. Leah Wieszt, Roberto Capriuolo, Jens Becker, Tim Widmaier,  Sven-Robert Raisch; vorne Viola Munzert und Martin Wenzelburger