Bei den „North German Open 2012“ in Osnabrück verpasste SVB-Degenfechter Lukas Root nur knapp das Finale der besten Acht. Er sicherte sich dennoch sechs wichtige Punkte auf der DFB Rangliste, wo er derzeit als Nummer Drei geführt wird.

Neben Root waren auch Daniel Karle und Moses Omurunga im hohen Norden unterwegs. Mit weiteren 200 Startern aus sechs Nationen war das Qualifikationsturnier für die U16-Weltmeisterschaften gewohnt stark besetzt.

Moses Omurunga musste nach der Vorrunde bereits die Segel streichen, er wurde am Ende 149, dabei fehlten nur wenige Treffer im direkten Vergleich mit seinen Kontrahenten fürs Weiterkommen. Karle und Root überstanden die Vor- und Zwischenrunde gut und erreichten gemeinsam die Runde der besten 128.

Hier erwischte es Daniel Karle äußerst unglücklich. Mit 14:15 unterlag er dem späteren Finalisten Lukas Knechtl vom OFC Bonn und wurde 95. „Daniel hat stark gefochten und am Ende fehlte einfach auch ein bisschen Glück“, kommentierte Cheftrainer Spiridon das Abschneiden. „Mit einem Treffer mehr und dem Einzug in die Runde der besten 64 hätte er sich direkt für das nächste Qu-Turnier qualifiziert!“ Selbst Knechtl sprach Karle anschließend seine Anerkennung für das harte Match aus.

Lukas Root startete mit einem eindrucksvollen 15:4-Sieg über Resas (FC Tauberbischofsheim) in die K.O.-Runde. In der Direktausscheidung der besten 64 stellte der Tauberaner Retler keine wirkliche Hürde dar, Root gewann hier ebenso wie gegen Silvio Baumann (FC Hardheim-Höpfingen). Damit stand der Böblinger im Achtelfinale. Erst Maximilian Meszaros vom FC Offenbach stoppte Roots Siegeslauf mit 15:13 und verwies den SVBler auf Rang 14. „Das war ein ziemliches Durcheinander auf der Bahn, der Kampfrichter annullierte mehrere Treffer von Lukas, was ihn am Ende aus dem Konzept gebracht hat“, berichtet sein Trainer.

Lukas Root ist jetzt Dritter der Deutschen Rangliste – eine starke Ausgangsposition für die kommenden Qualifikationsturniere. „Ich habe letztes Jahr ja zum ersten Mal WM-Luft geschnuppert und werde alles dran setzen, mich diese Saison wieder zu qualifizieren“, teilte der sympathische Rechtshänder zu Turnierende mit. Spiridon merkte an: „Lukas weiß, wohin die Reise geht. Es hat Spaß gemacht, den Jungs zuzusehen und vor allem die positive Entwicklung von Daniel und Moses zu beobachten.

Für Root und Karle geht es bereits kommende Woche weiter, beim Internationalen A-Jugend Qualifikationsturnier in Bonn.

Steffi Schmid

Bild: v.l. Moses Omurunga, Daniel Karle, Gavrila Spiridon, Lukas Root