Mit Rang Vier verfehlten Jens Kientzle, Maurice Trautner und Rico Leiser nur knapp das Podium beim diesjährigen „Bayer-Cup“ in Leverkusen. Das Trio zeigte sich aber zufrieden. In einem hochklassig besetzten Wettkampf stiegen die Böblinger Maurice Trautner, Jens Kientzle und Rico Leiser mutig ein. „Wir haben ja noch nie in dieser Formation gefochten“, berichtet Maurice Trautner. „Dafür lief es aber von Anfang an wie am Schnürchen.“

In der Vorrunde war Brüssel 2 beim 45:24-Erfolg der SVB eher ein guter Aufwärmgegner. Gegen Gastgeber Leverkusen 2 zeigte das Böblinger Trio Kampfgeist und drehte einen Rückstand am Ende zu einem 45:44-Sieg. „Mit Heidelberg trafen wir dann auf unseren Angstgegner“, gesteht Trautner. Doch dieses Mal nahmen die Drei allen Mut zusammen und triumphierten mit 45:40. „Das war ein echter Arbeitssieg“, fasste Rico Leiser das Match zusammen. Mit einem weiteren klaren 45:33 gegen die erste Mannschaft von Brüssel qualifizierte sich Böblingen für die Runde der besten Acht.

Am zweiten Turniertag ging es gleich gegen die Vertreter des FC Leipzig. Stärker eingeschätzt konnten die Sachsen ihrer Favoritenrolle nicht gerecht werden. Teamkapitän Trautner erzählt: „Wir haben das Gefecht von Anfang an offen gestaltet und gleich gemerkt, da geht was.“ Engagiert setzten die SVBler Treffer um Treffer und gewannen am Ende 45:43.

Im Halbfinale warteten die Niederlande mit Olympiateilnehmer Bas Verwweijlen. Trotz einer weiteren fechterischen Steigerung ging der Kampf deutlich mit 45:35 an die Gegner. Das kleine Finale mussten die Böblinger ebenfalls abgeben und belegten im Endklassement Rang Vier.

Ein Höhepunkt war das anschließende Prominenten-Fechten. Unter Anleitung von Olympiasiegerin Britta Heidemann und der ehemaligen Nationalmannschaftsfechterin Claudia Bokel kreuzten Ulrike Nasse-Meyfarth, Fabian Hambüchen, Linda Stahl, Ole Bischof, Heinrich Popow und Steffi Nerius ihre Klingen und sorgten für gute Unterhaltung.

Steffi Schmid