Die Deutschen U23-Degenfechter starteten vergangenes Wochenende im elsässischen Colmar in „U23 Circuit Europeen“ Serie. Mit dabei die beiden Böblinger Jens Kientzle und Neuzugang Rico Leiser, für die es allerdings nicht bis ins Finale reichte.

Über 140 Teilnehmer fintierten und parierten um die vorderen Plätze. Leiser und Kientzle qualifizierten sich mühelos für die Runde der besten 128. Nach einer 12:15-Niederlage gegen den Italiener Massone musste Kientzle als 71. seine Degen wieder einpacken. „Hier hatte ich mir ehrlich gesagt mehr ausgerechnet“, berichtete Kientzle später.

Teamkollege Rico Leiser erwischte einen besseren Einstieg in die Direktausscheidung. Beim 10:9 über den Franzosen Chupin zeigte 20-jährige, der in dieser Saison von Esslingen zur SVB gewechselt ist, Nerven. Im nächsten Durchgang besiegte er den nächsten Franzosen, Gregory Goetz mit 15:12.

Nach einer knappen Niederlage gegen de Leotard, ebenfalls Frankreich, stand Leiser im Hoffnungslauf dessen Trainingspartner Jean-Baptiste Cipriani gegenüber. Leiser fand kein taktisches Konzept gegen den Franzosen und unterlag mit 11:15. Leiser wurde am Ende 30.

Nur zwei Deutsche erreichten das Finale der besten Acht, Erwin Kerekes vom FC TBB und Rudi Ollagnon-Haller, der mittlerweile für den FC Leipzig startet. Bundestrainer Didier Ollagonon war mit dem deutschen Abschneiden dennoch zufrieden.

„Ich bin mit dem Auftakt schon zufrieden“, blickt Didier Ollagnon zurück. „Das war ein stark besetztes Turnier, die Sieger aus Frankreich fechten auch bei den Aktiven international vorn mit. Unsere Jungs haben sich hier zum Teil sehr gut verkauft, einige sollten in den nächsten Turnieren dennoch weiter vorn zu finden sein.“, fügt er dann hinzu.

Steffi Schmid

Bild: v.l. Kientzle, Leiser