Bei den Deutschen U18-Meisterschaften in Leverkusen konnten die SVB-Degenfechter ihre eigenen Erwartungen nicht erfüllen. Bester Einzelstarter war Felix Wagner auf Rang 31, das Team verpasste eine Top Acht Platzierung.

Im Einzel waren Daniel Karle, Lukas Root und Felix Wagner am Start. Die Vorrunde verlief planmäßig, das Trio qualifizierte sich souverän für die Direktausscheidung der besten 64 Fechter. Cheftrainer Gavrila Spiridon berichtet: „Für Daniel war das Erreichen der Top 64 schon eine super Leistung, weil er noch bei der U16 ficht. Das hat ihm bei den Kadetten wichtige Punkte auf der Deutschen Rangliste eingebracht und die Startberechtigung für weitere Top-Wettkämpfe.“

Karle unterlag zweimal in Folge, unter anderem gegen den späteren Sieger Nikolaus Bodoczi aus Offenbach und wurde am Ende 64. Auch für Lukas Root, selber auch noch bei den Kadetten startberechtigt, war das 64er-K.O. Endstation. „Als Nachwuchsfechter Rang 39 bei den Junioren ist nicht schlecht“, urteilte Spiridon. „Aber wir alle wissen, dass für Lukas mehr drin ist und er auch weiter vorne mitmischen kann.“

Weiter vorne wollte auch Felix Wagner mitmischen, denn „realistischerweise wären die besten 16 drin gewesen“, so Felix Wagner. Zunächst lieg es für den SVB-Fechter nach Plan, er deklassierte den Lokalmatadoren Bellmann mit 15:5. Doch nach zwei Niederlagen in Folge landete er auf Rang 31.

Im Teamwettbewerb fochten die Böblinger eine schwache Vorrunde und trafen gleich im ersten K.O.-Gefecht auf Gastgeber Leverkusen. „Bis zur Halbzeit war es total knapp und die Führung wechselte hin und her“, erzählt Youngster Karle. „Wir haben sogar streckenweise geführt und das Gefühl gehabt, dass heute alles machbar ist“, ergänzt Root. Doch dann setzten sich die Routiniers und späteren Halbfinalisten durch und schickten Böblingen in die Platzierungskämpfe. „Mit dieser Leistung in der Vorrunde hätten wir eine deutlich bessere Auslosung erwischt“, schüttelte Wagner den Kopf. Rang 15 für das SVB-Trio.

Steffi SCHMID