Beim Deutschen Qualifikationsturnier der Herrendegenfechter in Reutlingen konnte kein Böblinger überzeugen. Rico Leiser als 40. und Jens Kientzle als 41. schieden kurz vor den Punkterängen aus. Die beiden Böblinger Vereinsmitglieder Steffen Launer (3.) und Sven Schmid (7.) hingegen erreichten die Finalrunde.

Über 188 Starter aus 15 Nationen – der Reutlinger „Allstar-Cup“ erfreut sich jedes Jahr größerer Beliebtheit und so kamen in diesem Jahr sogar Fechter aus den USA und der Ukraine auf die Ostalb.

Mit dabei die SVB-Vertreter Roberto Capriuolo, Rico Leiser, Jens Kientzle, Jens Beck
er, Daniel Karle und Sven-Robert Raisch. Letzteren erwischte es bereits nach Durchgang Eins, Raisch wurde 169. Nach der nächsten Setzrunde musste Daniel Karle seine Degen als 124. wieder einpacken.

Das übrige Quartett schaffte den Sprung in die Direktausscheidung. Roberto Capriuolo, an Nummer 61 gesetzt, traf auf den Leverkusener Bellmann. Dieser arbeitete eine schnelle Führung heraus, an die sich Capriuolo immer wieder heranarbeitete. Am Ende konnte der Böblinger den Rückstand jedoch nicht mehr aufholen, er unterlag und wurde 86.

Jens Becker gestaltete sein Match gegen John Gurski (Bayer 04 Leverkusen) sehr spannend, beide Fechter setzten abwechselnd Treffer um Treffer. Doch auch hier hatte der Böblinger das Nachsehen, mit einem knappen 13:15 kam Becker auf Rang 79.

Rico Leiser (15:9-Erfolg gegen Trützschler, Heidelberger FC) und Jens Kientzle (15:7 gegen Styn, Bayer 04 Leverkusen) lösten ihre Auftaktaufgaben souverän und qualifizierten sich damit für den zweiten Turniertag.

Am Sonntagmorgen hieß es für beide früh auf die Planche – es ging mit der Runde der besten 64 weiter. Rico Leiser gegen Pascal Schreyer (FC Grunewald) und Jens Kientzle gegen Steffen Launer (FC Leipzig, früher SV Böblingen) hießen die beiden Partien. Leiser lief Schreyer immer um einen Treffer hinterher und so entschied der Grunewalder das Gefecht mit 15:13 für sich, Leiser kam auf Rang 40. Jens Kientzle sorgte kurzzeitig für eine Überraschung als er mit zwei Treffern gegen Launer in Führung ging. Doch der Routinier drehte das Match und verwies den SVBler auf den 41. Platz.

Cheftrainer Gavrila Spiridon zeigte sich enttäuscht: „Leider keine Punkte für die Deutsche Rangliste gesammelt – und die sind wichtig für die Startberechtigung bei weiteren, vor allem internationalen Turnieren. In drei Wochen haben die Jungs beim Weißen Bären in Berlin noch eine Chance und die wollen wir nutzen!“

Der Turniersieg ging an Norman Ackermann (FC Tauberbischofsheim) vor Jiri Beran (Tschechische Republik), Platz drei teilten sich SVB-Vereinsmitglied Steffen Lauer, der seit dem Herbst 2012 für den FC Leipzig startet mit dem Niederländer Bas Verwijlen.

Steffi SCHMID

Bild: v.l. Steffen Launer und Jens Kientzle