Mit einem Spitzenergebnis meldet sich Lukas Root zurück in der nationalen Spitze. Der 15jährige SVB-Fechter gewann das „Zeppelin-Degenturnier“ der Kadetten in Friedrichshafen

194 U16-Fechter trafen sich vergangenes Wochenende am Bodensee – darunter fünf Böblinger. Die noch in der B-Jugend startberechtigten Tobias (179.) und Timo Weckerle (172.) verbuchten die Vorrunde unter dem Motto „Turniererfahrung gesammelt“. Nils Fischer, Daniel Karle und Lukas Root qualifizierten sich souverän über Vor- und Zwischenrunde für das Hauptfeld.

Cheftrainer Gavrila Spiridon berichtet: „Nils und Daniel haben teilweise unkonzentriert gefochten und konnten ihre guten Leistungen der Rundengefechte leider nicht wiederholen.“ Für den erkälteten Daniel Karle reichte es so zu Rang 71, Nils Fischer wurde 75.

Lukas Root legte von Gefecht zu Gefecht eine Schippe drauf und ließ seinen Kontrahenten kaum eine Chance. Er gewann nacheinander gegen den Reutlinger Wölki (15:8), den Lokalmatador Birkenmaier (15:10), den Schwenninger Struzyna (15:11) und den Lüdenscheider Busch (15:8). Damit stand das Degen-Ass im Viertelfinale.

Hier schaltete Root den an Nummer Zwei gesetzten Walter Noe mit 15:8 aus und übernahm dessen Lauf. Die Halbfinalpartie gegen den Grunewalder Jarek verlief etwas spannender –  „doch Lukas zeigte deutlich, wer in dem Match die Hosen anhat“, so Spiridon. Root gewann mit 15:13.

„Letztes Jahr wurde Lukas Zweiter in Friedrichshafen – dieses Jahr hieß die Devise klar Platz Eins“, berichtet Sportwartin Lilo Schneider. Und der Böblinger überzeugte im Finalkampf gegen den Schweizer Villiger auf ganzer Linie. Mit 15:8 deklassierte er seinen Gegner und trug sich zum ersten Mal in die Häfler Siegerliste ein.

Root erhielt für den Sieg 16 Zähler in der Deutschen Rangliste und macht dort einen weiten Sprung nach vorne auf Rang Vier. Nächstes Ranglistenturnier sind die Deutschen Meisterschaften in Ulm Anfang Mai, bei denen sich Root berechtigte Hoffnungen auf einen Podestplatz machen kann.

 

Steffi SCHMID

Bild: v. l. Lukas Root, Nils Fischer, Timo Weckerle, Tobias Weckerle, Danile Karle, vorn Gavrila Spiridon