Einmal beim „Heidenheimer Pokal“ mitzufechten, das ist für jeden Degenfechter ein Traum. Dieser ging vergangenes Wochenende für die beiden Böblinger Rico Leiser und Jens Kientzle in Erfüllung. 

Die 60. Auflage des Degenklassikers an der Brenz war mit 260 Teilnehmern hochrangig besetzt. Entsprechend aufgeregt ging das Duo ins Rennen.

Rico Leiser musste in seiner Vorrunde den arrivierten Fechtern den Vortritt lassen. Er schaffte einen Achtungssieg gegen den Mexikaner Rodriguez Suarez, unterlag dann aber gegen den Polen Sobiecki, den US-Amerikaner Vomero, den Olympiasieger von 2008, Matteo Tagliariol (Italien), den Kanadier Pelletier und den Venezuelaner Canas und wurde 226.

Bei Jens Kientzle ging es hin und her. Er verlor sein Auftaktgefecht in der Vorrunde gegen den Mexikaner Trujillo mit 4:5, schaffte dann einen knappen 4:3-Sieg gegen den Türken Bojte, verlor erneut gegen den Deutschen Ackermann und wiederholte einen 4:3-Erfolg gegen den Tschechen Ambroz. Das fünfte Gefecht in der Vorrunde ging erneut mit nur einem Treffer Unterschied (4:5) an den Norweger Backer, und das letzte Gefecht entschied Kientzle mit 5:2 gegen den Kuwaiter Bouchahri für sich.

„Ich war total aufgeregt, aber heilfroh, dass ich viele Treffer setzen konnte und mich für den nächsten Durchgang qualifiziert habe!“ Hier konnte der Böblinger gegen den Franzosen Bardenet nur die erste Hälfte bis zum 8:8 offen gestalten. Dann machte der Franzose den Sack zu und verwies Kientzle mit 15:8 auf Rang 170.

Jens Kientzle resümierte: „Mit meiner fechterischen Leistung in Heidenheim bin ich zufrieden, die Platzierung ist aber auf jeden Fall noch ausbaufähig!“

Der Sieg ging in diesem Jahr an den Ukrainer Bogdan Nikishin, gefolgt vom Franzosen Ulrich Robeiri und den gemeinsamen Dritten Enrico Garozzo (Italien) und Radoslaw Zawrotniak (Polen). Bester Deutscher war Jörg Fiedler (FC Leipzig) auf Rang 20.

Steffi SCHMID

Bild: Kientzle re., Leiser li.