Die SVB-Fechter sind die Nummer Eins im Aktiven-Herrendegen in Württemberg. Das zeigten die Musketiere vergangenes Wochenende in Feuerbach. Im Einzel gab es mit Rico Leiser und Jens Becker zwei weitere Finalisten, die die Medaillenränge nur knapp verpassten.

100 Jahre Fechten in Feuerbach – unter diesem Motto fanden die Württembergischen Meisterschaften im Herrendegen dieses Jahr statt. Im Einzel ging es für Rico Leiser, Jens Becker, Jens Kientzle, Roberto Capriuolo und Sven-Robert Raisch von Beginn an gegen Fechtern aus ganz Württemberg zur Sache. Alle überstanden die Vorrunde mit Bravour und qualifizierten sich für das Hauptfeld der besten 32 Fechter.

„Alle fünf Fechter waren in den Top 16 gesetzt, das war schon mal ein Ausrufezeichen“, freute sich Cheftrainer Gavrila Spiridon. Und so folgten auch Auftaktsiege in Serie – Jens Becker gewann mit 15:11 gegen den Esslinger Treskatis, Roberto Capriuolo behielt mit 15:12 die Oberhand gegen den Zeche (VfB Friedrichshafen) und der an Nummer Zwei gesetzte Rico Leiser schickte den Ditzinger Fischer mit 15:10 in den Hoffnungslauf.

Dort waren auch die SVBler Kientzle und Raisch nach Auftaktniederlagen gelandet. Und nun sollten mehrere Gefechte folgen, die alle mit dem knappsten aller möglichen Ergebnisse ausgingen – 15:14. Raisch unterlag dem Esslinger Treskatis mit 14:15 und wurde am Ende 25. Kientzle schaffte noch einen weiteren klaren Sieg, verlor dann aber ebenfalls mit 14:15 gegen den Ditzinger Schäfer und wurde 18. Roberto Capriuolo verpasste mit der 13:15 Niederlage gegen den späteren Meister Constantin Böhm vom Heidenheimer SB den Direktlauf und musste hier nach einem 14:15 gegen Lokalmatador Schmitt als 17. seine Degen wieder einpacken. „Mensch, alles so knappe Dinger“, ärgerte sich das Trio.

Auf der Siegerstraße blieben Jens Becker und Rico Leiser. Mit 15:10 gegen Baumgartner, SpVgg Feuerbach, und den bis dahin an Nummer Eins gesetzten Mangold (15:12, SV 1845 Esslingen) erreichte Becker das Finale der besten Acht. Leiser zog mit einem klaren 15:4-Erfolg über den Ditzinger Schäfer und einem 15:7 gegen den Heidenheimer Schünke nach.

Im Viertelfinale standen sich Jens Becker und Stefan Rein, Nationalmannschaftsfechter des Heidenheimer Sportbunds gegenüber. Der Böblinger attackierte mutig und gestaltete die Partie offen.  Nur mit viel Mühe gewann der Heidenheimer am Ende mit 15:13 und verwies Jens Becker auf Rang Acht. Rico Leiser fehlte am Ende Fortune – er unterlag Benedikt vom TSF Ditzingen mit 14:15 und wurde Sechster.

„Zwei Finalplatzierungen sind schon super, es ist aber schade, wenn man sieht, wie knapp die Gefechte am Ende ausgingen“, bilanzierte Spiridon. Mit der entsprechenden Wut im Bauch traten die Böblingen am Nachmittag im Mannschaftswettbewerb an. Verstärkt mit ihrem Trainer Gavrila Spiridon fochten Jens Kientzle, Rico Leiser und Sven-Robert Raisch stark auf. Mit einem 45:28-Erfolg gegen die TSG Reutlingen erreichte das Quartett das Halbfinale. Hier folgte ein überzeugendes 45:39 gegen die an Nummer Eins gesetzten und haushohen Favoriten aus Heidenheim. Vor allem Rico Leiser und Jens Kientzle legten hier den Grundstein zum Erfolg. Im Finale hatten auch die Esslinger nichts mehr entgegenzusetzen. Die SVB gewann und sicherte sich zum wiederholten Mal den Württembergischen Meistertitel mit der Mannschaft.

„Das ist ein tolles Ergebnis“, freute sich Abteilungsleiterin Tanja Höfele. „Mit diesem Ergebnis im Rücken kann dieses Team mit viel Selbstvertrauen bei den Deutschen Meisterschaften an den Start gehen, die dieses Jahr in Leipzig stattfinden“.

Steffi SCHMID

Bild v.l.: Kientzle, Raisch, Leiser, Spiridon