Mehr war am Wochenende bei den Deutschen Meisterschaften nicht drin – Rang Acht für den Böblinger Lukas Root ist eigentlich ein Klasse-Ergebnis. Doch der 16jährige hatte bei seinem Start das Siegerpodest im Auge gehabt.

Zwei Wochen vor Saisonhöhepunkt wurde das Böblinger Aushängeschild von einer Mandelentzündung überrascht. „Optimale Vorbereitung sieht anders aus“, kommentierte Cheftrainer Gavrila Spiridon. „Nichts ging heute von selbst, das war ein hartes Stück Arbeit für Lukas.“

Mit einer überraschenden Niederlage gegen den Häfler Marco Birkenmaier musste Root von Beginn an den anstrengenden Weg über den Hoffnungslauf gehen. Mit einem 15:12-Sieg gegen den Frankfurter Müller und einem 15:11-Erfolg gegen den Bocholter Schilderink blieb der Böblinger im Rennen. In der Runde der besten 32 folgte ein klares 15:10 gegen Philipp Kondring vom Heidenheimer SB.

Doch der direkte Einzug in die Top Acht misslang, Root verlor gegen den Darmstädter Bitsch. Erneut musste das SVB-Degenass zittern. Mit 15:14 über Gehles (FC Tauberbischofsheim) und 15:14 gegen Emilio Salimo ( Dresdener FC) gingen die beiden folgenden Partien über die maximale Trefferzahl. Root gewann auch gegen den Heidelberger Becker (15:9) und erreichte damit das Finale der besten Acht deutschen U16 Degenfechter.

Im Viertelfinale standen sich dann erneut der Darmstädter Bitsch und Lukas Root gegenüber. Auch in diesem Durchgang fand der Böblinger kein passendes Rezept. Er unterlag und wurde am Ende Achter. „Um eine Medaille bei den Deutschen zu gewinnen, musst Du topfit und einen echten Lauf erwischen – das war bei Lukas heut nicht der Fall“, so Spiridon.

Im Teamwettbewerb musste Spiridon auf Root verzichten und schickte mit Daniel Karle, Jakob Englert, Nils Fischer und Tobias Weckerle eine „sehr junge Mannschaft mit Potenzial“ ins Rennen. Vor allem der jüngste im Turnierfeld, Tobias Weckerle, hinterließ einen positiven Eindruck. Dennoch gingen die Vorrunden-Matches gegen Segeberg, Berlin und die SG Lüdenscheid / Dortmund klar verloren. Damit landete das SVB Quartett auf dem 18. Platz.

Steffi SCHMID

Bild: v.l. Jakob Englert, Kai Fischer, Daniel Karle, Tobias Weckerle, Gavrila Spiridon