Starker Saisonabschluss – Bei den Deutschen Aktiven Meisterschaften der Herrendegenfechter in Leipzig präsentierten die die SVB Herren stark in Form. Mit Rico Leiser stellten sie einen Finalisten im Einzel und in der Mannschaft erkämpften sie sich Rang Fünf.

72 Fechter waren im Einzel qualifiziert. Für die SVB Böblingen hatten Rico Leiser, Jens Kientzle und Jens Becker das Ticket für die „heimliche Hauptstadt Sachsens“ gelöst. Gemeinsam mit ihrem Trainer Gavrila Spiridon ging das Trio gut vorbereitet in die Vorrunde.

Jens Becker verfehlte die Direktausscheidung knapp, Leiser und Kientzle fochten in der Runde der besten 64 weiter. Steffen Launer (früher SV Böblingen, jetzt SC Leipzig) führte die Setzliste an.

Kientzle gewann sein Auftaktgefecht gegen den Saarbrücker Palm mit 15:14 und blieb nach einem 15:11-Erfolg gegen den Berliner Kirschen weiter im Rennen. Auch Rico Leiser schaffte mit Siegen über Richter (FG Segeberg, 15:12) und Kneist (SC Berlin, 15:14) den Sprung ins Achtelfinale.

Im Kampf um den Einzug ins Finale der besten Acht standen sich Kientzle und Lokalmatador Jörg Fiedler gegenüber. Kientzle machte es dem haushohen Favoriten nicht einfach und blieb bis zum 13:13 dran. Erst dann spielte der Nationalmannschaftsfechter seine Erfahrung aus und gewann 13:15 – Kientzle wurde starker 13.

Rico Leiser verbuchte einen weiteren Sieg (15:13 gegen Steinberger, WTMV Solingen) und durfte dann ebenfalls gegen Jörg Fiedler auf die Planche. Fieder gewann erwartungsgemäß und verwies einen stark fechtenden Leiser auf Rang Acht.

Der Sieg ging an Christoph Kneip (Bayer 04 Leverkusen) vor Jörg Fiedler, Steffen Launer wurde am Ende Neunter.

In der Besetzung Kientzle, Leiser, Becker und Spiridon ging es am zweiten Turniertag weiter. 17 Teams fochten um den Deutschen Meistertitel. Mit drei Siegen in der Setzrunde legten die Böblinger den Grundstein für ihren Erfolg: 45:33 gegen den OFC Bonn, 45:30 gegen die Startgemeinschaft Süd-West, 45:34 gegen die TSG Halle-Neustadt lautete die tadellose Bilanz.

An Nummer Sechs gesetzt ging es gegen die Vertreter des PSV Berlin weiter. Auch hier ließ das SVB-Quartett nichts anbrennen und erreichte mit einem deutlichen 45:29 das Viertelfinale. Gegen die favorisierten Leverkusener mit dem frischgebackenen Deutschen Meister Christoph Kneip eröffnete Gavrila Spiridon den Schlagabtausch. Nach anfänglicher Führung brachen die Degenherren ein und überließen Leverkusen am Ende den Halbfinaleinzug.

Überraschungssieger wurde Gastgeber Leipzig, der sich mit 45:41 gegen Titelverteidiger Heidenheimer SB durchsetzte.

Cheftrainer Spiridon lobte seine Schützlinge: „Wir haben gezeigt, dass wir neben den Hochburgen Heidenheim, Tauberbischofsheim, Leverkusen und Leipzig, die sich aktuell mit Jörg Fiedler und Steffen Launer verstärkt haben, wieder zu den besten Degenmannschaften Deutschlands gehören. Rico im Einzel auf Rang Acht ist topp, Jens hat am Finale geschnuppert. Das ist ein klasse Saisonabschluss!“

Steffi SCHMID

Bild: v.l. Kientzle, Leiser, Becker, Spiridon