Die Creme de la Creme der Rollstuhlfechter traf sich in den Pfingstferien im italienischen Lonato – mittendrin der SVB-Newcomer Tim Widmaier. Sein persönlicher Erfolg – sein Name taucht jetzt zum ersten Mal auf der Weltrangliste auf.

120 Rollstuhl-Athleten waren mit von der Partie, darunter auch Medaillengewinner der Paralympischen Spiele 2012 in London. SVB-Cheftrainer Gavrila Spiridon betreute an diesem Wochenende zum ersten Mal Tim Widmaier bei einem internationalen Wettkampf, der zuerst im Florett auf die Planche ging.

Gegen Fechter aus Brasilien, Russland, Polen Frankreich und dem Irak fand der junge Böblinger von Anfang an kein geeignetes Konzept. Bereits nach der Vorrunde musste er seine Waffen wieder einpacken und wurde 27. in seiner Kategorie.

„Das war ein kurzer Turniertag“, fasste sich Widmaier knapp. Doch am Ende des ersten Wettkamptages hatte Deutschland trotzdem Grund zu Jubeln. Simone Briese-Baetke vom FC Tauberbischofsheim holte sich im Florett Bronze.

Am zweiten Wettkampftag ging es mit dem Degen weiter. Widmaier kämpfte um jeden Treffer und hinterließ einen deutlich besseren Eindruck. Mit seinem Ergebnis sicherte sich Widmaier zum ersten Mal Weltranglistenpunkte und wird jetzt auf Rang 63 geführt.

„Für uns beide war es von Anfang aufregend, inmitten der weltbesten Rollifechter der Welt zu sein“, berichtet Spiridon, „ich bin noch immer total beeindruckt“. Gemeinsam bejubelten sie dann die Goldmedaille der Deutschen Briese-Baetke im Degen.

Steffi SCHMID