Gelungene Feuertaufe für SVB-Fecht-Neulinge – Bei den U11-Landesmeisterschaften in Reutlingen hinterließen die Böblinger Degenfechter ihre Visitenkarte im Finale. Bester Musketier war der 10-jährige Charly Gates, er holte Bronze.

Charly Gates, Alexander Kobetz, Silaz und Micha Polz, Lilian Eckert (alle Jahrgang 2003), Matteo Piccioni und Cosette Ray (beide Jahrgang 2002) reisten mit ihrem Trainer Gavrila Spiridon auf die Alb.

Bei den Mädchen erreichte Cosette Ray einen starken siebten Rang, Lilian Eckert schrammte nach zwei knappen 4:5-Niederlagen in der Finalrunde hauchdünn am Siegerpodest vorbei und wurde Vierte. Matteo Piccioni legte eine Setzrunde nach Maß hin und qualifizierte sich in seiner Altersklasse für die Runde der besten 16. Hier bewies er Nervenstärke und bezwang den Schwenninger Breitmoser mit 10:9. Nach zwei Niederlagen in Folge wurde er Neunter.

Als einzigen im Jahrgang 2003 erwischte es Micha Polz bereits nach der Vorrunde, er wurde 17. Sein Bruder kämpfte sich über einen kampfbetonten Hoffnungslauf auf Rang Zwölf vor. Alexander Kobetz landete drei Plätze davor  – Rang Neun.

Einen Klasse-Tag erwischte Charly Gates, der sich am Ende nur an einem Gegner die Zähne ausbiss. Nach einem klaren 10:4-Erfolg über den Reutlingen Feick hatte der Böblinger bei der Niederlage gegen den Heidenheimer Eberhardt nicht den Hauch einer Chance. Über den Hoffnungslauf kam er mit einem 10:6 gegen den Nördlinger Jaumann ins Finale der besten Acht und gewann auch sein Viertelfinalmatch mit 10:8 gegen Rempfer (TSV Pliezhausen).

„Im Halbfinale musste Charly dann erneut gegen Eberhardt auf die Planche“, berichtete Trainer Spiridon. Der SVB-Degenfechter ließ es an Motivation und Selbstbewusstsein nicht mangeln, dennoch wies ihn der Ostälbler erneut in die Schranken. „Platz Drei bei den ersten Württembergischen, das kann sich doch sehen lassen“, war man sich im SVB-Lager einig.

Am zweiten Wettkampftag standen die Mannschaftsbegegnungen auf dem Plan. Böblingen musste gleich gegen die Startgemeinschaft Pliezhausen/Esslingen ran. „Die Jungs haben toll gefochten und bis zum vorletzten Gefecht mit 35:31 geführt“, erzählt Spiridon. Doch dann setzten sich die erfahreneren Gegner durch. „Man hat gesehen, dass uns die Erfahrung fehlt, so einen Vorsprung auch unter Druck nach Hause zu bringen. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis auch das gelingen wird“, so der zuversichtliche Cheftrainer.

Steffi SCHMID

Bild vorne, v.l.: Micha und Silas Polz, Charly Gates, Matteo Piccioni
hinten, v.l.: Lilian Eckert, Cosette Ray, Trainer Gavrila Spiridon und Alexander Kobets