Einen geschlossenen Auftritt lieferten die Böblinger Fechter beim 6. Alemannencup in Pliezhausen ab. Von den sieben Degenfechtern schaffte mit Daniel Karle sogar einer den Sprung aufs Treppchen.

Hannes Kececi, Jared Denk, Christos Koios, Martin Wenzelburger, Sven-Robert Raisch, Tobias Weckerle und Daniel Karle waren gemeinsam mit ihrem Trainer Gavrila Spiridon angereist. Mit Vorfreude blickte die Böblinger Delegation auf den Wettkampf: „Bei diesen Turnieren gibt es immer die beste Mischung aus ambitionierten Fechtern, die auch Spaß haben wollen“, so Spiridon.

Mit viel Spaß und Erfolg gingen die SVBler auch aus der Setzrunde hervor. Alle qualifizierten sich für die Runde der Top 32. Dabei unterlag Kececi zweimal in Folge (Sascha Erdmenger, TG Schwenningen, 9:15 und Jens Dörrenbacher, TV Homburg, 2:15) und wurde 32. Sein Teamkollege Jared Denk wurde 26. und musste dabei einem anderen Böblinger den Vortritt lassen – Christos Koios, gegen den er mit 9:15 unterlag.

„Jared führte in seinem ersten K.O.Gefecht bereits mit 13:9, konnte aber den Sack nicht zu machen“, berichtet Spiridon. „Die zweite Niederlage gegen Christos war dann besonders bitter“. Allerdings konnte Koios seinen Lauf nicht nutzen, er unterlag im nächsten Durchgang Gröschel aus Ditzingen und wurde 24.

Für das Achtelfinale wurden die Paarungen Wenzelburger-Romer (KV Laupheim), Raisch-Hinderer (TSF Welzheim) und Karle-Sauer (TSF Ditzingen) ausgelost. Wenzelburger unterlag mit 10:15 und belegte nach einer weiteren 14:15-Niederlage gegen den Ludwigsburger Heidenreich Rang Elf. Sven-Robert-Raisch, Vorjahres-Dritter, ging ebenfalls knapp K.O. Er verlor 13:15 und traf im zweiten Match auf Tobias Weckerle, der nach seiner Niederlage im Hoffnungslauf auf seinen nächsten Gegner wartete. Im vereinsinternen Duell unterlag Raisch klar und wurde Zehnter.

Neben Weckerle erreichte auch Daniel Karle das Viertelfinale. „Bei mir war schon ziemlich die Luft raus“, so Weckerle nach der 10:15-Niederlage gegen den Laupheimer Romer. Sein Trainer fand die richtigen Worte: „Tobias war der jüngste Finalist, zwischen ihm und dem ältesten Turnierteilnehmer lagen 45 Jahre! Das war schon eine klasse Leistung!“

Für Daniel Karle ging es sogar noch weiter. Nach einem nervenstarken Sieg gegen Heidenreich – „Ich lag bis zum 11:11 hinten und hab‘s dann nochmal rumgerissen“ – stand der Böblinger im Halbfinale. „Dort habe ich bis zum 10:11 gegen Romer ein ausgeglichenes Gefecht geliefert, er am Ende war er klar vorne. Alles in allem bin ich mit meinem dritten Platz schon sehr zufrieden.“

Steffi Schmid