Einen Start-Ziel-Sieg hätte keiner für möglich gehalten – beim „Reichsstadt-Cup“ der Aktiven im Herrendegen in Esslingen entzauberte Rollifechter Maurice Schmidt von der SVB die Konkurrenz und wurde unangefochten Erster.

Tim Widmaier, Sven-Robert Raisch, Daniel Karle und Maurice Schmidt starteten gut in ihre Vorrunden und erreichten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung das K.O.

Für Tim Widmaier kam nach einer 8:15-Niederlage gegen den Aalener Rous das Aus auf Rang 36. Sein Teamkollege Sven-Robert Raisch schaffte einen Sieg mehr und landete nach einem knappen 14:15 gegen den Aalener Milde auf Rang 27.

Im integrativen Teilnehmerfeld aus Rollifechtern und Fußgängern überzeugte Daniel Karle in seinen Matches. Er ließ David Hug (TSF Ditzingen) mit 15:3 über die Klinge springen und ließ dem Ulmer Greiss beim 15:7 keine Chance. Nach zwei knappen Niederlagen, unter anderem gegen den früheren Böblinger Randolf Essig, wurde Daniel Karle im Endklassement Zehnter.

„Schade, dass es bei Daniel nicht ganz für das Finale gereicht hat“, kommentierte Cheftrainer Gavrila Spiridon das Ausscheiden seines Athleten.

Auf ganzer Linie überzeugte Rollifechter Maurice Schmidt. Nach der Setzrunde ohne Niederlage und damit topgesetzt gelangen ihm herausragende Gefechte, in denen er nie mehr als sechs Gegentreffer bekam: 15:2 gegen Thiel (VfB Friedrichshafen), 15:3 gegen Fischer (TSF Ditzingen), 15:5 gegen Rubenbauer (TS Göppingen), 15:6 gegen Romer (Laupheim), 15:5 gegen Kugler (TSF Welzheim) – mit dieser Bilanz zog der SVBler in das Titelgefecht ein.

Doch auch Lokalmatador Robert Mitschang von der SV Esslingen fand kein Rezept gegen den agilen Böblinger, der seine Angriffe aus dem Rollstuhl blitzschnell vortrug. Mit 15:4 deklassierte Schmidt seinen Gegner und holte sich zum ersten Mal den „Reichsstadt-Pokal“.

„Das war brillant“, lobte Spiridon. „Maurice war heute unschlagbar. Das war nicht unbedingt zu erwarten, Maurice ist einer der Jüngsten im Feld gewesen und hat so souverän gegen die alten Hasen aufgetrumpft, einfach Wahnsinn“.

Steffi Schmid

Bild: Schmidt (vorn) mit Karle, Spiridon und Widmaier (v.l.)