Bei den Fecht-Weltmeisterschaften der Rollstuhlfechter im ungarischen Eger ging in diesem Jahr auch ein Böblinger an den Start – allein die Qualifikation stellt schon einen Achtungserfolg für den erst 16jährigen Maurice Schmidt dar. Es blieb aber auch Zeit für kulturellen Austausch abseits der Planche.

 

Im Degenwettbewerb ging Maurice Schmidt hochmotiviert ins Rennen. Gegen seine teilweise viel älteren und erfahreneren Kontrahenten gelang dem jungen Böblinger ein Achtungserfolg, er überstand die Setzrunde und erreichte die Direktausscheidung. Hier musste er dem topgesetzten Briten Gilliver den Vortritt lassen und wurde am Ende 31.

 

Mit dem Florett erging es dem SVBler ähnlich. Treffer für Treffer kämpfte Schmidt in der Setzrunde und qualifizierte sich für den nächsten Durchgang. „Der spätere Weltmeister war einfach zu stark“, anerkannte Schmidt die Leistungen des 28-jährigen Chinesen Ruyi Ye, der ihn als 30. unter die Dusche schickte.

 

„Gegen Weltmeister und Paralympics-Sieger an den Start zu gehen, war schon ein besonderes Erlebnis“, so der deutsche Nachwuchsstar. „Auf dem Weg zu den Paralympics in Tokio 2020 sind das alles Matches und Erfahrungen, die Maurice braucht“, unterstrich Chefcoach Spiridon die Ambitionen seines Schützlings.

 

Erfahrungen sammelte Schmidt aber auch abseits der Planche: „Ich habe mich während der WM mit dem irakischen Team angefreundet, und bei ihren Team-Wettbewerben mit ihnen mitgefiebert. Da der Trainer des einzigen portugiesischen Rollifechters Deutscher war, saßen wir abends zusammen und haben uns ausgetauscht. So habe ich wieder einmal auf einem internationalen Turnier Freunde gewonnen“, erzählt der zufriedene SVBler.

 

Steffi Schmid