Beim Qualifikationsturnier für die Württembergische Rangliste in Backnang blieb bei Trainer Gavrila Spiridon trotz Rang Drei von Tobias Weckerle ein fader Nachgeschmack. Dreimal hatten seine Athleten Führungen aus der Hand gegeben und sich so um eine bessere Platzierung gebracht – jetzt gibt’s Hausaufgaben im mentalen Bereich.

 

Tobias Weckerle, Jared Denk, Christos Koios, Kai Schmid und Hans Thumm gingen mit über 80 Teilnehmern für die SVB ins Rennen. Während sich alle für die Direktausscheidung qualifizierten, musste Hans Thumm seine Degen nach der Vorrunde wieder einpacken.

 

Im K.O. der besten 64 entschieden Weckerle (15:8 gegen Lukas Mussmann, TV Augsburg), Koios (15:7 gegen Philipp Martinez, TV Augsburg) und Denk (15:7 gegen Hannes Schmid, Heidenheimer SB) ihre Gefechte deutlich. Kai Schmid unterlag dem Backnanger Lokalmatadoren Robitschek und wurde 40.

 

Im 32er-KO erwischte es Jared Denk, der mit 13:14 gegen den Heidenheimer Mezes verlor. Auch bei Christos Koios ging das Match mit 13:15 denkbar knapp verloren. Er musste Jakob Seibert vom TV Ingolstadt den Vortritt lassen. „Das war richtig ärgerlich, da beide eine Führung im letzten Drittel abgegeben haben“, resümierte Chefcoach Gavrila Spiridon.

 

Nur Tobias Weckerle überstand diesen Durchgang (15:13-Sieg gegen Jonas Baur, TG Schwenningen) und qualifizierte sich für das Achtelfinale. „Irgendwie hab ich mich dann wieder gefangen“, berichtet Weckerle, der nacheinander seine Kontrahenten ausschaltete (15:7 gegen Lennart Esser, TSV Bayer Leverkusen und 15:5 gegen Jakob Schöffler, TV Ausgburg).

 

Im Halbfinale unterlag der SVBler dem späteren Sieger Dean Müller aus Leverkusen und wurde Dritter. Spiridon lobte Weckerle: „Tobi hat hier einen guten Wettkampf abgeliefert. Das war eine gute Vorbereitung für den „Cadet Circuit“, der kommenden Sonntag in Bratislava stattfindet“.

 

Im Teamwettbewerb ging die SVB mit einem Freilos ins Rennen. Im Viertelfinale unterlagen die Schützlinge von Trainer Spiridon gegen Augsburg mit 42:41 und mussten sich im Endklassement mit Rang Fünf zufrieden geben. „Es war eigentlich ein guter Wettkampf unserer Mannschaft, doch auch hier konnten wir mit einer 35:32-Führung den Sack nicht zu machen, berichtete ein sichtlich zerknirschter Trainer. „Da haben wir nochmal im mentalen Bereich zu arbeiten“, lautet die Hausaufgabe.

 

Am Sonntag wurde auch der Damenwettbewerb ausgetragen, der mit über 50 Degenfechterinnen stark besetzt war. Die Böblingerinnen Lisa Renz und Rebecca Tepper überstanden die Setzrunde und belegten nach guten K.O.-Duellen die Ränge 41 und 37.

 

Steffi Schmid