Die Reise an den Bodensee hat sich für Tobias Weckerle gelohnt. Mitten im närrischen Treiben der schwäbisch-alemannischen „Fasnet“ katapultierte sich der Böblinger Degenfechter mit Rang Drei erneut auf das Siegerpodest bei einem Qualifikationsturnier.

 

Christos Koios und Kai Schmid komplettierten das SVB-Trio beim „Zeppelin-Cup“, das mit rund 170 Teilnehmern in der Bodenseesporthalle die Klingen kreuzte. „Kai Schmid erwischte leider die schwerste Setzrunde des Turniers“, berichtet Chefcoach Gavrila Spiridon. Trotz kämpferischer Leistung musste der Böblinger die Degen früh einpacken, er wurde 148. Seine Clubkollegen passierten die Vorrunde und erreichten die erste Zwischenrunde, die sie ebenfalls mit Bravour absolvierten.

 

Im K.O. Modus kämpften die verbliebenen 128 Athleten um den Einzug ins Hauptfeld. Tobias Weckerle erhielt hier aufgrund seiner guten Ergebnisse in der Vorrunde ein Freilos, Koios besiegte den Heidenheimer Reiser mit 15:13. In der Direktausscheidung der besten 64 deklassierte Weckerle seinen Kontrahenten Henry Fermor aus Bad Segeberg mit 15:9. „Christos hat hier leider eine Lektion vom starken Leverkusener Bongard erhalten“, bilanzierte sein Trainer Platz 45 Koios kurz

 

Mit einem Krimi ging es weiter. Weckerle lag in seinem Match gegen Fröschl bereits 2:8 hinten, als der Böblinger eine furiose Aufholjagd startete. Belohnt mit einem 15:13 erreichte Weckerle das Achtelfinale. Gegner hier Tobias Haas vom Fechterring Hochwald. „Beim 15:8 konnte ich nochmals Atem holen“, berichtet der Degenfechter von der Begegnung.

 

Eine taktisch hervorragende Leistung bewies Weckerle dann im Viertelfinale gegen den Reutlinger von Laue. Spiridon sagte: „Hier hat Tobias bewiesen, dass zu den besten deutschen Fechter in dieser Altersklasse gehört“. Weckerle erreichte mit einem 15:13 das Halbfinale.

 

Als nächstes wartete Arthur Fischer aus Leipzig auf Weckerle. „Wir wussten, das wird schwer“, so Spiridon. „Fischer hat bisher eine super Saison und ist aktuell Nummer Zwei der DFB Rangliste“. Weckerle fand zwar das passende Rezept, allerdings zu spät im Gefecht. Weckerle unterlag und belegte einen ausgezeichneten. Dritten Rang. Dean Müller aus Leverkusen wurde Erster.

 

„Tobias hat hier nicht nur Punkte für die Rangliste geholt, die er nächste Saison gut brauchen kann“, fasste sein Coach zusammen, „sondern er hat sich hier auch Respekt und Anerkennung verdient“.

 

Steffi Schmid