Rang Sechs im Einzel, Platz Elf mit der Mannschaft, so lautet die Bilanz der SVB-U17-Degenfechter, die letztes Wochenende in Reutlingen ihren neuen Deutschen Meister ermittelten. Dass die Böblinger dabei jeweils gegen die späteren Turniersieger ausschieden, war dabei nur ein schwacher Trost.

Im Einzel hatten sich Tobias Weckerle, Jared Denk und Christos Koios ein DM-Startticket gesichert. „In der Vorrunde hatten Christos und Jared dann einen totalen Black-Out“, erzählt Cheftrainer Gavrila Spiridon. Überraschend verlor Koios alle sechs Gefechte und belegte Rang 96. Auch Jared Denk war das Lampenfieber anzumerken. Er startete mit drei Niederlagen in Folge. Im nächsten Gefecht führte der Böblinger bereits mit 4:2 und gab das Match dennoch ab. Ein letzter Sieg reichte nicht mehr für den Aufstieg in die K.O.-Runde. Denk wurde 81. „Wir haben uns hier was ganz anderes vorgenommen“, konstatierten die beiden Athleten, die teilweise durch Abi-Vorbereitung und Fußverletzung nicht 100% fit ins Rennen gingen.

Nur Tobias Weckerle erfüllte die Erwartungen. Er schaffte sechs Siege in der Setzrunde und erreichte mit einem Freilos das Hauptfeld der besten 64. Gegen den Baden-Badener Gabriel Volk gab es ein deutliches 15:5, mit einem 15:9 über Pascal Schier (MTV Saalfeld) gelang dem SVBler der Einzug ins Achtelfinale. „Tobias hatte keine Probleme mit Alexej Schuchart aus Leverkusen“, erzählt Gavrila Spiridon. Weckerle beendete das Gefecht souverän mit 15:5. Nach einem famosen Lauf ins Finale der besten Acht traf Weckerle auf den Krefelder Veltrup. Weckerle begann mutig – seine Offensive wurde leider nicht belohnt. Schnell lag der Böblinger mit 0:4 hinten und schaffte es nicht mehr, das Gefecht zu drehen. Veltrup wurde später Deutscher Meister, Weckerle kam auf einen sehr starken Rang Sechs. „Schade, dass sich Tobias nicht mit einer Medaille belohnen konnte“, so Spiridon.

Im Mannschaftswettbewerb waren 19 Mannschaften am Start. Das SVB-Team gewann in der Setzrunde gegen Hardeim-Höpfingen (45:34) und gegen die Startgemeinschaft Schneidheim/Frankfurt (45:42) und unterlag gegen den späteren Turnier Sieger aus Leipzig (33:45). Das reichte fürs Achtelfinale. Eine Niederlage gegen die Fechter aus Augsburg folgte, damit platzierte sich das SVB-Quartett mit Tobias Weckerle, Jared Denk, Christos Koios und Hannes Kececi auf Rang Elf.

„Wir sind im Einzel und mit der Mannschaft jeweils gegen die späteren Turniersieger ausgeschieden“, kommentiert Spiridon. „Es folgen noch weitere Titelkämpfe in dieser Saison, und da bleiben wir dran!“

Steffi Schmid