Stark gefochten und am Ende doch wichtige Punkte verloren – nach einem spannenden Schlagabtausch unterliegt der SVB-Degenfechter Tobias Weckerle beim Cadet Circuit in Klagenfurt in der Runde der letzten 64.

Unter den 239 Teilnehmern waren 20 Deutsche Nachwuchstalente, die vom Deutschen Fechterbund nominiert worden waren. Tobias Weckerle von der SVB gehörte dazu – er legte mit einer soliden Setzrunde den Grundstein für die nächste Runde.

Nach einem Freilos besiegte Weckerle den Ungarn Balazs Nagy mit 15:10. „Jetzt gings um den Einzug unter die besten 32“, erzählt Cheftrainer Gavrila Spiridon. Im K.O. traf der Böblinger an den an Nummer Drei gesetzten US-Amerikaner Cedric Mecke.

Unerwartet bracht Weckerle nach einer 10:3-Führung ein. Sein Gegner startete eine Aufholjagd und kam auf 13:8 und 14:11 heran. Den Matchpunkt vor Augen zeigte der Böblinger Nerven und unterlag noch mit 14:15.

„Tobias hat leider eine Riesenchance auf Punkte für die Deutsche Rangliste vergeben“, so Spiridon. „Doch als drittbester Deutscher auf Rang 54 kam er zumindest erneut zu einem Mannschaftseinsatz.“

40 Teams fochten ihren Sieger aus. Deutschland 1 mit Tobias Weckerle stand nach einem Freilos und nach Lospech mit dem Gegner Deutschland 2, der klar besiegt wurde, im Achtelfinale. „Das Match mussten wir leider gegen Polen abgeben“, berichtete Weckerle. In den anschließenden Platzierungskämpfen folgte ein 45:32-Sieg gegen Ungarn, ein 30:29-Erfolg gegen Griechenland und ein 45:31-Sieg gegen Kanada. Rang Neun im Endklassement.

„Die Wettbewerbe in Klagenfurt lagen in US-amerikanischer Hand“, stellte Spiridon fest. Tobias Weckerle ist aktuell achter der Deutschen U16-Rangliste und hat jetzt 35 Zähler Rückstand auf den Dritten, Dean Müller aus Leverkusen.

Steffi SCHMID