Sensationssieg für SVB-Aushängeschild Tobias Weckerle – er holte sich am Wochenende bei den U20-Deutschen Meisterschaften in Laupheim Gold im Einzel.

“Der Tag fängt bereits gut an”, erzählt sein Trainer Gavrila Spiridon. Mit sechs Siegen und ohne Niederlage schaffte Weckerle es als Nummer Fünf auf die Setzrangliste. Mit einem Freilos in der K.O.-Runde qualifizierte er sich direkt für das Hauptfeld der besten 64. Es folgten Siege gegen Henry Fermor (FG Segeberg) mit 15:8, gegen Christian Mezes aus Heidenheim mit 15:10 und gegen den Leipziger Jonas Enzmann mit 15:13.

Damit stand Weckerle als einer der acht Finalisten fest. Da hatte er schon rund 90 Athleten aus dem gesamten Bundesgebiet hinter sich gelassen. Das Viertelfinale gegen Philipp Zenz vom Fechterring Hochwald verlief planmäßig, Tobias Weckerle gewann mit 15:12. Auch das anschließende Halbfinale gestaltete der Böblinger zu seinen Gunsten, er gewann mit 15:12 gegen Lucas Fend vom Heidenheimer Sportbund. “Den ersten und letzten Nervenkrimi hat er sich fürs Finale aufgehoben”, lachten seine Teamkollegen. Gegen Louis Bongard (Bayer 04 Leverkusen), mit dem Weckerle letzte Woche noch gemeinsam in der Deutschen WM-Mannschaft in Torun stand, ging es hoch her. Keiner der beiden Fechter konnte sich entscheidend absetzen und so fiel der letztmögliche Treffer zum 15:14 für Tobias Weckerle.

“Der Tobi hatte eine grandiose Form”, strahlte Spiridon. “Und nach einer langen und erfolgreichen Saison hatte er jetzt zum richtigen Zeitpunkt auch noch so ein Topergebnis”.

Sein Teamkollege Christos Koios belegte im Endklassement Rang 85. 

Bei den Damen gingen Melissa Hager, Raphaelia Koiou und Theresa Bühner ins Rennen. Das Trio erreichte ungefährdet die K.O.-Runde. Theresa Bühner kam mit einem Freilos in die nächste Runde, Melissa Hager gewann gegen Lisa Laurent aus Leipzig mit 15:12. Raphaelia Koiou schied nach einem 12:15 gegen Nina Pagenstecher vom FG Segeberg als 68. aus.

Im 64er-K.O. erwische es dann auch Melissa Hager. Sie unterlag knapp mit 13:15 gegen die Heidenheimer Alexandra Zittel und wurde 59. Einen Sieg mehr schaffte Theresa Bühner (15:10 gegen Alexia Paulfeld, FC Kassel), traf dann aber ebenfalls auf die Heidenheimerin Zittel, unterlag und wurde 27. “Es tröstet uns ein bisschen, dass die Alex am Ende Deutsche Meisterin wurde”, so die Degendamen.

In der Mannschaftswertung belegten die SVB-Herren Rang Acht, die Damen erreichten Rang 12.

In der Besetzung Tobias Weckerle, Christos Koios und Robert Blaauw ging es im Achtelfinale gegen Osnabrück – ein hauchdünnes 44:43 reichte für das Viertelfinale. “Tobi behielt die Nerven und hat in der Verlängerung den entscheidenden Treffer gesetzt”, berichtet Chefcoach Gavrila Spiridon. Im Kampf um den Einzug ins Halbfinale unterlag die SVB-Equipe deutlich gegen den späteren Sieger aus Leverkusen. In den Platzierungskämpfen folgten knappe Niederlagen gegen Tauberbischofsheim und Hochwald Wadern. Neuer Deutscher Meister wurde Leverkusen vor Leipzig und Reutlingen. 

Raphaelia Koiou, Theresa Bühner und Melissa Hager gingen zuerst gegen den FG Segeberg ins Rennen. Die Damen aus Segeberg setzten sich durch. In den Platzierungskämpfen klebte dem SVB-Trio das Pech an der Klinge und so gingen auch die Partien gegen Eintracht Frankfurt und den TV Augsburg verloren. Die Medaillen gingen in diesem Jahr nach Heidenheim (Gold), Solingen (Silber) und Leverkusen (Bronze).

Steffi SCHMID