“Ich bin der stolzeste Trainer der Welt” – so fasste Gavrila Spiridon die Leistung seiner Schützlinge bei den Deutschen Meisterschaften der Aktiven Degenfechter in Leipzig zusammen. Das Team mit Tobias Weckerle, Jens Kientzle, Daniel Karle und Roberto Capriuolo belegte in einem stark besetzten Wettkampf Rang Fünf.

Im Damenwettbewerb belegte Theresa Bühner im Einzel Rang 62. “Theresa hatte eine schwere Vorrunde und traf gleich im ersten Match auf eine Titelfavoritin – Alexandra Ehler (Bayer 04 Leverkusen)”.  Jens Kientzle und Tobias Weckerle versuchten sich ebenfalls im starken Teilnehmerfeld. “Daniel Karle war erster Nachrücker für die DM, er erhielt aber keinen Platz mehr”, erklärt Cheftrainer Gavrila Spiridon.

Jens Kientzle qualifizierte sich mit einer sehr guten Vorrunde für das Hauptfeld der besten 64, Tobias Weckerle wurde aufgrund seiner sehr guten Ranglistenposition direkt gesetzt. “Vielleicht hat ihm dadurch auch das Warmfechten in der Vorrunde gefehlt”, versuchte sein Trainer die überraschende 11:15-Niederlage gegen den Münchner Michael Krause zu erkläre. Weckerle wurde 35.

Jens Kientzle setzte sich mit einem nervenstarken letzten Sturzangriff 15:14  in seinem ersten K.O.-Gefecht durch, gegen seinen nächsten Kontrahenten, Niklas Multerer vom Heidenheimer SB, blieb er dann aber chancenlos. Kientzle wurde 24. Der Herrentitel ging in diesem Jahr nach Offenbach, Nicolaus Bodoczi ist neuer Deutscher Meister.

Im Teamwettbewerb meldete Sportwart Holger Bühner eine Herrenmannschaft. Weckerle, Kientzle, Karle und Roberto Capriuolo gingen im Achtelfinale gegen den MTV MÜnchen auf die Planche. Mit der Devise “Alles oder Nichts” überwand das SVB-Quartett die anfängliche Nervosität und gewann mit 45:36. Im Viertelfinale stand mit Bayer 04 Leverlusen ein schier übermächtiger Gegner gegenüber. “Die Jungs haben alles gegeben” lobte Spiridon sein Team. Böblingen verlor, mobilisierte aber alle Kräfte in den Platzierungskämpfen und wurde nach Siegen gegen Berlin und Darmstadt noch Fünfter.

“Bei den Aktiven mit einer so jungen Mannschaft hinter Leverkusen, Tauberbischofsheim, Heidenheim auf Rang Fünf ist beachtlich”, resümierte Spiridon. “Leidenschaft, Hingabe, Respekt und Kampfgeist bis zur letzten Sekunde, das hat mir sehr gefallen!”

Steffi SCHMID